Hallo!
Da ich mich gerade mit diesem Punkt beschäftigen musste, würde ich mir zu den folgenden Punkten ein paar Erläuterungen wünschen. Es geht um diese Definitionen:
Erstes ist für mich klar verständlich. Aber dann geht's los:
- Über die Außenseite: Soweit verständlich. ABER: Ist diese Definition wirklich auf alle Strecken 1:1 anwendbar? Zum Beispiel Sonntag, Fontana, T1/2. Der Unterschied zwischen unterster und ganz hoher Linie ist immens. Tauche ich als vor einem hinter mir liegenden Fahrzeug tief rein, der Hintermann nimmt aber die hohe Linie, dann bin ich vor meinem Beschleunigungspunkt (welcher ist da eigentlich gemeint, meiner oder seiner?) noch locker vor ihm. Die Krux an der Sache ist aber, dass der Fahrer auf der Außenlinie teilweise früher, aber meist auch viel härter beschleunigen kann. Er baut somit schon im Turn einen Run auf, die deutliche Überlappung kommt erst nach dem Beschleunigungspunkt des innen Fahrenden zustande. Bis zum Ausgang des Turns wäre die Überlappung zur Gänze oder sogar mit Vorteil Hintermann erreicht. Wann muss der Hintermann den Überholversuch abbrechen? Wenn er merkt, dass er am Ausgang auf der Außenseite nicht vollkommen am Vordermann vorbeikommt? Wenn dem so ist, dann hätte ich mich in Fontana sicher mehrmals einfach auf die Außenlinie hochtreiben lassen können, ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen, auch wenn der Hintermann locker neben mir gewesen wäre bis zur Geraden. Ganz extrem wäre es zum Beispiel auch in Kansas, da ist das noch krasser imho.
- Über die Innenseite: Da ist Marty ein gutes Beispiel. Es kommt so oft vor, dass sich der Vordermann verbremst oder vertut und in die zweite Linie hochrutscht. Wenn dies passiert und der Hintermann knapp dran ist, muss es doch erlaubt sein, die "innere" Linie weiter zu fahren und somit auch auch die Nase reinstecken zu dürfen. Denn wie sonst käme eine beinahe vollständige Überlappung bis zum Beschleunigungspunkt zustande, wenn ich nicht zuerst meine Nase reinstecke, wo der Vordermann gar nicht mehr ist. Und warum muss der Hintermann langsamer machen, nur weil der Vordermann es vergeigt hat? Meines Erachtens müsste der Vordermann, wenn er schon die Linie verpasst, diese im Zweifelsfall aufgeben und nicht wieder (womöglich unter Berufung auf diese Regel) nach unten ziehen. Sein Fehler, sein Nachteil. Damit meine ich aber nicht eine Lücke, welche sich gerade wieder schließt. Dass man da nicht reingeht ist klar. Da war man auch nicht so nahe dran, wie ich das gerade meinte.
Ich hoffe, das ist soweit verständlich ausgedrückt. Wäre schon wichtig zu wissen, wie Ihr das wirklich umsetzen wollt/könnt. Und ja, mir ist schon klar, dass es kein Regelbuch gibt in nur schwarz oder weiß gehalten, aber dennoch würde ich mir hier etwas genauere Definitionen wünschen.